Die letzten Tage bin ich nicht mehr zum bloggen gekommen. Es ist doch immer so, dass man sich vornimmt zu einer bestimmten Zeit etwas zu schreiben und dann trifft man auf irgendwelche neue interessante Leute und man kommt doch nicht dazu. Deshalb werde ich hier nur kurz zusammenfassen, wie die letzten Tage waren. In Porto war ich noch bis Mittwoch und bin dann mit dem Zug wieder nach Lissabon gefahren.
Und Heute?
Heute werde ich nochmal gemütlich durch die Gassen von Lissabon wandern und den letzten warmen Tag fuer die nächste Zeit hier geniessen, bis ich dann um 16:40 im Flieger nach Frankfurt sitze.
Montag morgen um 11 haben Ricardo und ich ausgecheckt und uns auf den Weg nach Porto gemacht. Die Zugfahrt an sich dauerte 3 Stunden. Waehrend der Fahrt habe ich Ricardo etwas deutsch beigebracht und er mir portugisisch. Dadurch verging die Zeit auch wie im Fluge. Letztendlich haben wir es geschafft eine Station zu frueh auszusteigen und mussten dann eine halbe Stunde auf den naechsten Zug warten.
Das Hostel war recht einfach zu finden und machte auch gleich einen guten ersten Eindruck. Auf unserem Zimmer war, wer haette es gedacht, ein weiterer Brasilianer, der seit 3 Jahren mit dem Fahrrad um die Welt reist. Finanzieren tut er dies durch seine Homepage und Sponsoren. Er schreibt Berichte ueber die Staedte in denen er unterwegs war auf seiner Homepage, die sogar fuer Schulen in Brasilien verwendet werden.
Sonnenuntergang in Porto
Porto bei Daemmerung
Ein Stunde nach der Ankunft im Hostel haben wir uns dann noch aufgemacht die Stadt zu erkunden. Einige Bilder werden hier noch folgen.
Am Abend habe ich mich mit Jean zum Essen getroffen. Ricardo konnte leider nicht mit, da er noch seinen Flug buchen musste und noch einiges zu arrangieren hatte. Nach dem Essen sind wir noch ein wenig durch Porto spazieren gegangen. Gegen 12 war ich dann wieder im Hostel.
Heute bringe ich mal alles auf den neusten Stand. Bin in den letzten Tagen einfach nicht dazu gekommen.
Der Sonntag verlief recht gediegen. Nach einem spaeten Fruehstueck bin ich mit Jean,kommt aus der naehe von Berlin, mit der Electrico 28 gefahren und wir haben uns das alte Viertel Alfama und die Burg in Lissabon angeschaut. Am Abend ist sie weiter nach Porto gefahren, da sie dort ein Auslandspraktikum absolviert. Wir werden uns wieder sehen.
Gegen Abend ging es dann zum Chinesen mit "All you can eat" Buffet und 2 Stunden spaeter nochmal mit Ricardo, Lucas und Pedro das gleiche. Fuer mich diesmal aber nur einen Nachtisch.
Nachdem Mat ja schon gestern nach Madrids ist, haben Lucas und Pedro am Abend den Nachtzug nach Madrid genommen. Ich hasse ja Verabschiedungen, so fuel ich mich doch etwas traurig momentan. Ricardo bleibt noch wie ich bis Montag und hat sich entschlossen mit mir weiter nach Porto zu gahren. Dort bleibt er dann eine Nach, ich wohl zwei, und fliegt dann weiter nach Paris.
Im Hostel war heute Movie Night. Der Abend war sehr gemuetlich.
Da ich gestern bereits sehr frueh ins Bett gegangen bin, war ich am Samstag natuerlich Topfit. Gestern Abend hatte ich mit Ricardo besprochen zusammen einen Tagesausflug nach Sintra zu unternehmen. So gegen 12 haben wir den Zug nach Sintra genommen. die Fahrt hat ca 30 - 45 min gedauert. Dort angekommen haben wir direkt den Bus zum Palácio Nacional da Pena, dem Koenigsschloss auf dem Berggipfel, genommen.
Palácio da Nacional da Pena, Sintra
Das Schloss wird auch als das Neuschwanstein Portugals bezeichnet. Im inneren des Schlosses gibt es zahlreiche Raeume mit den unterschiedlichsten Stilarten. Unter anderem befindet sich darunter ein Zimmer, welches im indischen Stil gehalten ist und fast nebenan eines im Arabischen. Das Schloss wird von einem riesigen Park umgeben, welchen wir uns nach der Schlossbesichtigung angeschaut haben und dort etwas gewandert sind.
Die Sonne ging langsam unter und es wurde doch etwas kuehl so ohne Jacke und so mussten wir wieder nach Lissabon zurueckfahren. Fuer Sintra kann man wirklich einen kompletten Tag, wenn nicht gar zwei einplanen. Es gibt dort wirklich viel zu sehen.
Im Hostel angekommen haben wir Pedro und Lucas wieder getroffen und wir sind dann noch original portugiesisch Essen gegangen.
Dann melde ich mich mal wieder. Aus dem eher kurzem Donnerstag Abend wurde doch nichts. Im Hostel habe ich mich noch mit einigen Brailianern unterhalten und mich entschieden mit ihnen noch das Partyviertel Bairro Alto zu erkunden. Wir sind etwas durch die vollen Gassen Lissabons gelaufen und haben uns dann irgendwann in einer Bar niedergelassen und den Abend dort ausklingen lassen.
Die erste postive Ueberraschung am naechsten Morgen war das Fruehstueck. Es gab Ruehrei mit Toast und reichlich andere Dinge, und dass fuer ein Hostel. Einfach nur Spitze. Nach dem Fruehstueck habe ich mich dann mit den 5 Brasilianern aufgemacht Belém zu erkunden.
Ich, Lilia, Pedro, Ricardo, Matheus
In Belém (Stadtteil von Lissabon) haben wir uns dann noch mit Lilia, ebenfalls Brasilianerin, getroffen. Sie besucht momentan ihre Verwandten und wohnt in London. Kontakte fuer London im Maerz also schon geknuepft. Wir trafen uns an dem Monument, an dem viele portugiesische Entdecker in See gestochen sind - so Vasco da Gama nach Indien oder Pedro Àlvares Cabral nach Brasilien.
Es ist warm, hier der Beweis!
Danach haben wir uns den Torre de Belém angeschaut. Fuer Studenten ist der Eintritt frei. Der Verteidigungsturm ist eines der Wahrzeichen Lissabons und bietet eine wundervolle Aussicht.
Bevor wir uns das Jerónimos-Kloster vorgenommen haben, mussten wir erstmal unsere Maegen fuellen und zu Mittag essen. die Portionen sind hier oft so riesieg, dass man sie kaum schaffen kann und dass zu recht guenstigen Preisen. Natuerlich sind wir nicht an den Pastéis de Belém vorbeigekommen, eine Art Eierpuddinggebaeck. Sehr Lecker!
Sonnenuntergang in Lissabon, Belém
Den Rest des Tages haben wir im Park verbracht und uns am Abend noch den Sonnenuntergang am Tejo angeschaut. Danach haben wir uns wieder auf dem Weg zum Hostel gemacht und noch kurz etwas zu Abend gegessen. Ich war noch etwas muede vom Vortag, weshalb ich auch schon recht frueh gegen 12 ins Bett gegangen bin, bei den anderen wurde es etwas laenger. :-)
Bei Schneefall bin ich heute morgen um halb 6 Richtung Bahnhof gefahren. Nach 4 Stunden Schlaf fielmir das Aufstehen dann doch recht schwer. Die Zugfahrt verlief bis auf die uebliche Verspaetung mit der DB ganz normal. Am Flughafen angekommen erstmal das Gepaeck abgegeben und gefuehlte 5 km zu meinem Abfluggate gelaufen.
Der Flug an sich mit der Lufthansa war sehr komfortabel. Sehr bequeme Sitze und es gab auch ein kleines Fruehstueck, was mir das Leben gerettet hatte, da ich nicht mehr zum fruehstuecken gekommen bin. Ich sass neben einem portugiesischem Ehepaar, die sich dann noch klischehaftig nen Tomatensaft gegoennt haben.
Nach der Landung musste ich dann mit dem Bus in die Stadt fahren. Gar nicht so einfach wenn die Haltestellen nicht durchgesagt wird und aus oekonomischen Gruenden auf eine Anzeige verzichtet wird. Ein freundlicher Einheimischer hat mir dann mittgeteilt wann ich aussteigen muss.
Das Hostel war recht einfach zu finden und macht seinem Namen als weltbestes Hostel alle ehren. John, einer der hier im Hostel arbeitet, hat mir gleich mal seine Geheimtipps verraten und alles in die Karte eingezeichnet. Insgesamt ist die Atmosphaere hier phaenomenal. Es ist so einfach Kontakt mit den anderen Reisenden aufzunehmen. Heute Abend bleibe ich im Hostel, da ich doch etwas muede von der Anreise bin. Aber bin zum Glueck nicht allein, da noch einige heute nen ruhigen Abend verbringen wollen.
Am Nachmittag war ich dann noch in der Stadt und habe mir die etwas angeschaut. Und ich muss sagen, ich bin sehr positiv ueberrascht. Lissabon hat ein ganz besonderes Flair, dass meiner Meinung nur sehr wenige Stadte haben. Von der ersten Stunde an, fuehle ich mich hier wohl, deshalb werde ich bis Montag auch hier bleiben.
Anmerkung: Ja ich sehe etwas fertig aus, aber der Scheintruegt in diesem Fall.
Mein persoenliches Highlight war heute die Wanderung zur Burg. Dort auf dem Huegel sass ich dann in der Sonne mit Blick auf den Fluss / Meer. Dabei hat ein Maedchen Gitarre gespielt und exzellent dazu gesungen. Einfach nur traumhaft.